Günter Dinhobl

„Bahnlärmmonitoring. Zur Messung einer Umweltauswirkung“

Dr. Günter Dinhobl

Fachexperte Forschung und Entwicklung, GB SAE, Stab LCI, Team Forschung

ÖBB-Infrastruktur AG

Eine Umweltauswirkung des Betriebes von Eisenbahnen ist das Entstehen von Geräuschen. Diese Geräusche, unangenehm als Lärm oder angenehm als Sound wahrgenommen, werden letztlich als Schallereignis gemessen. Schallmessungen können normgerecht oder ‚app‘-gemäss erfolgen. Ergebnis ist die Quantifizierung eines physikalischen Phänomens, des Luftschalls.

‚Monitoring‘ gilt als die Überwachung von Vorgängen und umfasst alle Arten von systematischer Erfassung mittels technischer Hilfsmittel, sowohl von Auswirkungen als auch von Einflüssen eines Phänomens. Dies erfolgt in der Regel mit dem Ziel der Steuerung, wie beispielsweise bei Produktionsprozessen dem Erhalt der Herstellungsqualität oder in anderen Fällen beispielsweise der Verbesserung einer Situation.

Demgemäß sollte Bahnlärmmonitoring über Schallmessungen hinausgehen; herkömmlicherweise wird darunter jedoch nur die Messung von Schallereignissen von Zugsvorbeifahrten über längere Zeiträume und deren Zusammenfassung bzw. Vergleich verstanden. Bahnlärmmonitoring könnte jedoch mehr sein und direkte und indirekte Messungen der Einflüsse und Auswirkungen von Schallereignissen aufgrund des Eisenbahnbetriebes umfassen.

Der Beitrag zeigt die -vielfältigen- Möglichkeiten eines Bahnlärmmonitorings anhand von exemplarischen Beispielen auf, inklusive den Fragen nach deren pro und contra. Mit dieser systematischen Erfassung kann der Umweltauswirkung Bahnlärm begegnet werden, und zwar mithilfe unterschiedlicher Messtechnik – innovativ und intelligent.